dieses thema taucht seit einiger zeit – meiner meinung nach gehäuft – in den medien auf: menschen aus dem abendländischen kulturkreis geraten massiv unter druck, werden teilweise mit dem tode bedroht oder werden zu drakonischen strafen verurteilt, weil sie einen berühmt-berüchtigten propheten (er, dessen name nicht genannt werden darf hier aus sicherheitsgründen nicht erwähnt werden soll) angeblich verunglimpfen oder sogar bildlich darstellen (fatal!). so gerade wieder geschehen im fall der englischen lehrerin, die es wagte, das klassenmaskottchen, einen teddy, nach eben jenem propheten – auf wunsch der kinder ihrer sudanesischen klasse – zu taufen. und weil das ja so nicht geht (ehre verletzt und so) gehört sie, nach islamischem rechtsverständnis, ausgepeitscht und bis zu sechs monate eingesperrt. im falle des dänischen karikaturenstreit konnte man den anlass – böse witze über du weißt schon wen – ja noch ein stück weit nachvollziehen. böse witze über andere religionsstifter, götter, gottähnliche etc., fänden andere gläubige sicher auch nicht witzig! (wann kommtn mal wieder „das leben des brian“??) aber ne schule mit polizisten zu stürmen, kinder zu verhören, das teddy-tagebuch zu konfiszieren als wäre es die festplatte eines einschlägig bekannten terrorverdächtigen – wohin soll das bitte führen? zu einer toleranz zwischen religionen? wohl kaum. achja, der papst versetzt den dalai lama. „Entsprechend kommentiert die Zeitung „La Repubblica“ heute, wahrscheinlich sei der Druck aus China auf den Heiligen Stuhl zu groß gewesen.“ (quelle: spiegel.de) angela merkel hat diesem druck vor paar wochen stand gehalten… vielleicht sollte sich der papst etwas rückgrat zu weihnachten wünschen.
was mich nur kopfschütteln lässt: die diskussion um die bildhoheit an sportveranstaltungen. okay, an unscharf gemachte hintergründe bei fußballerinterviews direkt nach dem spiel, weil eine bestimmte uhrzeit noch nicht überschritten ist, ab der die nicht-bundesliga-sender auch das rasengrün zeiten dürfen, hat man sich unbewusst bereits gewöhnt. aber dass der fan der spvgg effeltrich seine wackeligen videomitschnitte in zukunft vielleicht nicht mehr auf seiner primitiven bastel-homepage zeigen können dürfte, wirft doch folgende, ebenfalls vom spiegel formulierte fragen auf: „Wem gehört ein öffentliches Ereignis? Gibt es neben der Pressefreiheit auch eine Freiheit des filmenden Fans oder Bürgers? Und wo ist die Schwelle, ab der eine unschuldig-laienhafte Internetveröffentlichung zum Rundfunk wird? Was ist heute Rundfunk?“
wofür ich aber zweimal in die hände klatsch: das team telekom hat sich mit sofortiger wirkung aus dem radsport zurückgezogen. fraglich bleibt: warum erst jetzt??